Orte der Repression

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Rostock

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Der Zellentrakt befindet sich inmitten des Geländes der MfS-Bezirksverwaltung. Er ist von Büro- und Dienstgebäuden umgeben. Niemand kann sehen, was dort geschieht.
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Im Zellentrakt konnten auf drei Etagen 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden.
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Die Zellen mit einer Größe von circa 7,5qm sind vorwiegend für zwei Insassen ausgelegt.

Kein Fenster kann geöffnet werden, Tageslicht fällt nur durch dicke Glasbausteine in die Zellen. Die Häftlinge vollständig von der Außenwelt zu isolieren, das ist das Ziel der Untersuchungshaftanstalt Rostock. Der Zellenblock befindet sich im Innenhof des Gebäudekomplexes und wird so zusätzlich abgeschirmt  –  die Gefangenen sind für ihre Angehörigen verschwunden.

Die Untersuchungshaftanstalt Rostock wird Ende der 1950er Jahre zusammen mit der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) neu gebaut.

Zusätzlich zu den 52 Zellen für je zwei Personen gibt es im Keller Dunkelzellen. Für den „Freigang“  –  nur wenige Minuten am Tag  –  werden im Hof sechs kleine Zellen installiert. Auch hier sind die Häftlinge jeweils isoliert von den anderen Gefangenen und werden bei jedem Schritt bewacht. In den Häusern rund um das Gefängnisgelände wohnen Mitarbeiter des MfS. Außenstehende haben keine Möglichkeit, in den Innenhof zu blicken. Die meisten Häftlinge sind etwa fünf bis acht Monate in der Untersuchungshaftanstalt. Während dieser Zeit werden sie mit stundenlangen, oft nächtlichen Verhören und Androhungen von Repressalien gegen Familienmitglieder zu „Geständnissen" genötigt. Zwischen 1960 und 1989 sind in Rostock etwa 4.900 Menschen inhaftiert  –  überwiegend aus politischen Gründen.

 
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"Urteile unter zehn Jahren dürfen nicht gefällt werden."

Die im Gefängnis in Waldheim 1950 durchgeführten "Waldheimer Prozesse" sind Beispiel der Willkür-Justiz in der DDR.

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