Orte der Repression

Isolation Hunger Geheimdienst MfS Schlafentzug Ausreise Hinrichtung Flucht Willkür

Berlin, Checkpoint Charlie

placeholder9
Der Checkpoint Charlie ist einer der drei von den Amerikanern kontrollierten Grenzübergänge und immer wieder Schauplatz von Fluchtversuchen.
placeholder9
Mit gefälschten Diplomatenpässen schmuggeln Fluchthelfer viele Ost-Deutsche in den Westen.
placeholder9
Am 27. Oktober 1961 stehen sich sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber, der Ost-West-Konflikt droht zu eskalieren.

„Rüber will ich, du Ochse!" Am Checkpoint Charlie nimmt Burkhard Niering, Wehrpflichtleistender bei der Bereitschaftspolizei, am 5. Januar 1974 einen Kontrolleur der MfS-Passkontrolleinheit als Geisel. So will er auf die West-Berliner Seite gelangen. Grenzsoldaten der DDR eröffnen das Feuer auf den 23-jährigen und verwunden ihn tödlich.

Der Checkpoint Charlie ist einer der bekanntesten Grenzübergänge Berlins. Zahlreiche Fluchtgeschichten  –  geglückte wie fehlgeschlagene  –  sind mit diesem Ort verbunden.

1961 in Folge des Mauerbaus eingerichtet, ist der Kontrollpunkt zwischen dem amerikanischen und sowjetischen Sektor Berlins ein bedeutender Schauplatz des Kalten Krieges. Angehörige der alliierten Hauptsiegermächte, Diplomaten und Ausländer werden hier registriert, bevor sie die innerstädtische Sektorengrenze passieren. Unter ihrem Schutz können einige Menschen unbemerkt in den Westteil Berlins geschleust werden. Noch wenige Wochen vor dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 gelangen zwei DDR-Flüchtlinge im Kofferraum eines Alliiertenfahrzeugs in die Freiheit. Für die meisten Menschen in der DDR bleibt die Grenze aber unüberwindbar. Mindestens 136 Ostdeutsche sterben zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer.

 
mehr
Besucherinformation
 
Deutsche Demokratische Republik (DDR) Sowjetische Besatzungszone (SBZ) SBZ/DDR
Berlin Rostock Leipzig Magdeburg Erfurt, Andreasstraße Weesow Potsdam, Leistikowstraße Berlin, Magdalenenstraße Mühlberg Berlin, Checkpoint Charlie Berlin-Pankow Berlin-Rummelsburg Berlin, Normannenstraße Dresden, Münchner Platz Neubrandenburg Ketschendorf Buchenwald Leipzig, Runde Ecke Frankfurt/Oder Bützow Berlin-Hohenschönhausen Brandenburg-Görden Dresden, Bautzner Straße Mödlareuth Sachsenhausen Torgau, DIZ Berlin, Bernauer Straße Fünfeichen Potsdam, Lindenstraße Cottbus Untersuchungshaftanstalt Berlin, „Tränenpalast“ Schwedt Bautzen Jamlitz Marienborn Waldheim Gera, Amthordurchgang Hoheneck Leipzig, Hinrichtungsstätte Chemnitz Torgau, Jugendwerkhof Suhl Eichsfeld Rostock Cottbus Strafvollzugsanstalt Halle, Roter Ochse Neustrelitz Schwerin, Demmlerplatz Berlin-Marienfelde

"Im Vorbeigehen verstummte jedes Gespräch."

Wie ein Symbol für den absoluten Herrschaftsanspruch der SED steht die Zentrale der MfS-Bezirksverwaltung, die "Runde Ecke", 40 Jahre lang mitten in Leipzig.

Historischer Ort
schliessen
 
Seite drucken
Bildnachweis