Orte der Repression

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Neubrandenburg

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Isoliert in einem Teil der so genannten „Freigangtorte" verbringen Häftlinge ihre Zeit außerhalb der Zelle.
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Noch 1987 wird in Neubrandenburg eine Untersuchungshaftanstalt eingerichtet.

„Der Freihof gehörte zum Tagesrhythmus und wurde erwartet  –  eigentlich der Höhepunkt vom Tag  –  der Blick nach oben in die Freiheit." Der Freigang ist für viele Häftlinge, wie Peter Bukowski, sehr wichtig. Tageslicht, frische Luft und etwas mehr Bewegung als in den Zellen bedeuten eine kurze Erleichterung. Dennoch sind die Gefangenen auch während des Freigangs in abgetrennte Bereich gesperrt und werden permanent überwacht.

Die neu erbaute Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Neubrandenburg des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) auf dem Lindenberg ersetzt ab 1987 das bisherige Gefängnis in Neustrelitz.

Bereits Mitte der 1960er Jahre wird die Verlegung der Untersuchungshaftanstalt nach Neubrandenburg geplant, aber erst 1983 beginnt man dort mit dem Neubau. Er befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur neu errichteten, 1981 bezogenen Hauptdienststelle der MfS-Bezirksverwaltung. Erstmals wird eine Untersuchungshaftanstalt als Plattenbau errichtet. Das neue Gefängnis gliedert sich in einen Verwaltungstrakt, einen Zellentrakt mit Platz für 134 Untersuchungs- und 60 Strafgefangene sowie ein Gebäude für besondere Arbeitskommandos von Strafgefangenen. Im Neubrandenburger Gefängnis sollen verurteilte MfS-Mitarbeiter und Angehörige anderer staatlicher Einrichtungen wie der Volkspolizei, des Zolls oder der Staatsanwaltschaft inhaftiert werden; ebenso verurteilte Familienmitglieder dieses Personenkreises. 1987 befinden sich durchschnittlich 45 Untersuchungs- und 29 Strafgefangene in Neubrandenburg. Die Zellen sind nahezu vollständig abhörbar. Nach der Auflösung des MfS offenbart sich das Ausmaß des Terrors: 1.677 Maschinenpistolen, 14 Maschinengewehre, 98 Scharfschützengewehre, 9.584 Pistolen, 91 Panzerbüchsen und 31.700 Handgranaten sind allein für die Neubrandenburger Bezirksverwaltung verzeichnet.

 
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"Urteile unter zehn Jahren dürfen nicht gefällt werden."

Die im Gefängnis in Waldheim 1950 durchgeführten "Waldheimer Prozesse" sind Beispiel der Willkür-Justiz in der DDR.

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