Orte der Repression

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21. Berlin-Rummelsburg

„Ich wurde einem Arbeitskommando zugeteilt, das sich mit der Herstellung von Batterien befasste, eine äußerst gesundheitsschädliche Arbeit. In einer kleinen, unglaublich schmutzigen Arbeitshalle innerhalb des Anstaltsgeländes arbeiteten die Gefangenen mit altertümlichen Werkzeugen, […]. Beißender Säuredampf waberte durch die Luft.“ Wolfgang Welsch ist von 1964 bis 1965 im Gefängnis Rummelsburg inhaftiert. Die Häftlinge müssen schwere Arbeit verrichten, die oft gesundheitsgefährdend ist.

Das Gefängnis Rummelsburg ist ab 1951 Strafvollzugsanstalt der Volkspolizei. Auch viele als Fluchthelfer verurteilte Westdeutsche sitzen hier ein, bevor sie von der Bundesrepublik „freigekauft“ werden.

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22. Bautzen

Die strenge Hausordnung bestimmt den Alltag der Gefangenen in der Sonderhaftanstalt Bautzen II. Abends muss die Kleidung korrekt gefaltet auf dem Hocker vor die Zellentür gestellt werden. Gelbe „Schussbalken“ auf der Kleidung sollen die Häftlinge bei einem Ausbruch kenntlich machen.

In Bautzen gibt es zwei Gefängnisse: Bautzen I, das „Gelbe Elend“, ist Strafvollzugsanstalt der Volkspolizei. Bautzen II steht als Sondergefängnis unter der Kontrolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

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23. Rostock

Kein Fenster kann geöffnet werden, Tageslicht fällt nur durch dicke Glasbausteine in die Zellen. Die Häftlinge vollständig von der Außenwelt zu isolieren, das ist das Ziel der Untersuchungshaftanstalt Rostock. Der Zellenblock befindet sich im Innenhof des Gebäudekomplexes und wird so zusätzlich abgeschirmt  –  die Gefangenen sind für ihre Angehörigen verschwunden.

Die Untersuchungshaftanstalt Rostock wird Ende der 1950er Jahre zusammen mit der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) neu gebaut.

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24. Berlin, Normannenstraße

„Ich muss alles wissen, was im Lande vorgeht, restlos alles!" Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit, überwacht mit zuletzt mehr als 280.000 Mitarbeitern die Einwohner der DDR. Mit versteckten Kameras, Wanzen oder Tonbandgeräten werden Verdächtige  –  und das sind potentiell alle  –  ausgespäht.

Im Berliner Stadtteil Lichtenberg befindet sich auf einem fast acht Hektar großen Areal die Zentrale des Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Die „Normannenstraße", in der sich in Haus 1 das Büro von Erich Mielke befindet, wird zum Schlagwort für das Spitzelsystem der Staatssicherheit.

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25. Chemnitz

„Wundersame Dinge wurden von jenem Gefängnis erzählt, in dem die letzten Formalitäten geklärt und der MfS-Daumen für den Freikauf gen Westen, gen Osten oder wieder zurück in den Knast gehoben oder gesenkt wurde", erinnert sich Alexander Bauersfeld, der 1984 „freigekauft" und von der Untersuchungshaftanstalt in Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) in die Bundesrepublik überführt wird.

Die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Chemnitzer Stadtteil Kaßberg dient als zentrale Drehscheibe für politische Häftlinge, die von der Bundesrepublik „freigekauft" werden.

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26. Cottbus Strafvollzugsanstalt

Bei der Zwangsarbeit verarbeiten sie gesundheitsgefährdende, krebserregende Stoffe. Nicht selten bekommen die Gefangenen verdorbene Lebensmittel zu essen.

Das Gefängnis in Cottbus  –  wegen der roten Backsteinfassade „Rotes Elend" genannt  –  untersteht seit 1951 dem Ministerium des Innern (MdI).

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27. Dresden, Bautzner Straße

„Fuchsbau": Ein schmaler Gang führt in die Kellerräume, in denen der sowjetische Geheimdienst NKWD häufig willkürlich verhaftete oder denunzierte Menschen verhört. Tausende werden durch ein Sowjetisches Militärtribunal (SMT) verurteilt und zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert.

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hat an der Bautzner Straße im Nordosten Dresdens seine Bezirksverwaltung mit angeschlossener Untersuchungshaftanstalt.

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28. Erfurt, Andreasstraße

„Es war einfach schrecklich, ständig die Menschen am Domplatz zu hören, ohne Hoffnung zu haben, dort jemals wieder hingehen zu dürfen." Häftlinge berichten über ihre qualvollen Erfahrungen in der Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Erfurt. Bei Regelverstößen gibt es Schläge, Zwangsjacke, Dunkel- oder Einzelhaft.

Der Gefängnisbau in der Andreasstraße 37 ist ab 1952 die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Erfurt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

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29. Frankfurt/Oder

„Jede Nacht bis morgens zur Vernehmung [...]. Ich bin jede Nacht [...] da hin, ich hab nur noch gewackelt." Am 17. Juni 1953 beteiligt sich der 20-jährige Heinz Grünhagen an den Bauarbeiterstreiks. Noch in der gleichen Nacht wird er verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Frankfurt/Oder gebracht. Fünf Nächte hintereinander wird er verhört, tagsüber zu schlafen ist verboten, die kleine Zelle mit vier Häftlingen überfüllt. Völlig entkräftet stellt man ihn vor Gericht und verurteilt ihn zu fünf Jahren Zuchthaus.

Die Bezirksverwaltung Frankfurt/Oder des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) unterhält von 1950 bis 1969 eine Untersuchungshaftanstalt in der Großen Oderstraße.

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30. Gera, Amthordurchgang

Acht Monate verbringt Manfred Wagner 1958 in Einzelhaft. Isolation von den Mithäftlingen, kaum Kontakt zu seiner Familie und die erzwungene völlige Untätigkeit reiben ihn auf. Jedes Detail des eintönigen Tagesablaufs nutzt er, um sich geistig zu beschäftigen und seiner Haftzeit Struktur zu geben.

Das Gefängnis Amthordurchgang in Gera dient in der DDR ab 1952 als Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

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"... ich hab nur noch gewackelt."

Nächtliche Verhöre treiben die Häftlinge in der Untersuchungshaftanstalt Frankfurt/Oder an den Rand des Zusammenbruchs.

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