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1. Berlin-Marienfelde

„Ich habe nicht gefragt: Weswegen bist Du abgehauen? Weil ich auch nicht gefragt werden wollte, warum ich abgehauen bin." Wilfried Seiring kommt 1957 in das Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde. Die Erleichterung über die geglückte Flucht wird überschattet durch Misstrauen gegenüber anderen Flüchtlingen. Immer wieder wird im Notaufnahmelager auf die Gefahr von Spionen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) hingewiesen.

Das Notaufnahmelager Marienfelde in West-Berlin dient als zentrale Anlaufstelle für Menschen, die der SED-Diktatur den Rücken kehren.

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2. Berlin, Checkpoint Charlie

„Rüber will ich, du Ochse!" Am Checkpoint Charlie nimmt Burkhard Niering, Wehrpflichtleistender bei der Bereitschaftspolizei, am 5. Januar 1974 einen Kontrolleur der MfS-Passkontrolleinheit als Geisel. So will er auf die West-Berliner Seite gelangen. Grenzsoldaten der DDR eröffnen das Feuer auf den 23-jährigen und verwunden ihn tödlich.

Der Checkpoint Charlie ist einer der bekanntesten Grenzübergänge Berlins. Zahlreiche Fluchtgeschichten  –  geglückte wie fehlgeschlagene  –  sind mit diesem Ort verbunden.

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3. Berlin, „Tränenpalast“

Verzweiflung, Abschiedsschmerz und die Ungewissheit, wann ein Wiedersehen möglich ist: Im „Tränenpalast" wird die deutsche Teilung mit Händen greifbar. Für die meisten Menschen aus der DDR endet der Weg hier. Sie müssen ihre Verwandten und Bekannten aus dem Westen verabschieden  –  oft unter Tränen.

Der „Tränenpalast" ist die gläserne Abfertigungshalle am Bahnhof Friedrichstraße für die Ausreise von Ost- nach West-Berlin.

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4. Marienborn

Ein weißer Streifen auf der Autobahn 2 markiert die Nahtstelle zweier politischer Systeme. Einfach überqueren kann man ihn nicht. Für Millionen Bundesbürger ist die Grenzübergangsstelle Marienborn ein beängstigendes Bollwerk. Für viele Menschen in der DDR bedeutet Marienborn das Ende ihrer Flucht und den Beginn eines neuen leidvollen Weges als politischer Häftling.

Nahe der kleinen Ortschaft Marienborn liegt der größte und bedeutendste Grenzübergang zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.

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5. Cottbus Strafvollzugsanstalt

Ausreise gestellt und sind deswegen verurteilt.

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6. Seite: Projekt

Ausreise, Grenzverkehr.

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Deutsche Demokratische Republik (DDR) Sowjetische Besatzungszone (SBZ) SBZ / DDR
Berlin Rostock Leipzig Suhl Berlin, Magdalenenstraße Mödlareuth Berlin-Pankow Dresden, Bautzner Straße Potsdam, Lindenstraße Magdeburg Ketschendorf Mühlberg Cottbus Strafvollzugsanstalt Berlin, Normannenstraße Buchenwald Chemnitz Leipzig, Runde Ecke Berlin, Checkpoint Charlie Bautzen Bützow Weesow Frankfurt/Oder Halle, Roter Ochse Berlin, Bernauer Straße Torgau, Jugendwerkhof Torgau, DIZ Brandenburg-Görden Berlin-Hohenschönhausen Fünfeichen Sachsenhausen Hoheneck Rostock Neubrandenburg Potsdam, Leistikowstraße Marienborn Neustrelitz Schwedt Erfurt, Andreasstraße Jamlitz Dresden, Münchner Platz Berlin, „Tränenpalast“ Eichsfeld Cottbus Untersuchungshaftanstalt Schwerin, Demmlerplatz Gera, Amthordurchgang Waldheim Leipzig, Hinrichtungsstätte Berlin-Rummelsburg Berlin-Marienfelde

"Und nachts gingen die Verhöre los."

In der MfS-Untersuchungshaftanstalt "Roter Ochse" in Halle werden den Häftlingen in stundenlangen Verhören "Geständnisse" abgepresst.

Historischer Ort
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