Orte der Repression

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Bützow

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Im Gefängnis Bützow werden 1953 im Zuge der „Aktion Rose" viele Hotelbesitzer der Ostseeküste inhaftiert und nach ihrer Verurteilung enteignet.
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Nach Kriegsende nutzt die sowjetische Besatzungsmacht Bützow-Dreibergen als Repatriierungslager. In der DDR ist Bützow eines der gefürchtetsten Gefängnisse.

„Nehmen Sie Abschied von Ihrer Tochter, Sie werden sie lebend nicht wiedersehen." Ein letztes Mal erkämpft sich Lucie Jess einen Besuch bei ihrer Tochter Lieselotte, kurz darauf stirbt die Diabetikerin in der Untersuchungshaft, da man ihr das lebensnotwendige Insulin vorenthält. Mutter und zwei Töchter, Hotelbesitzerinnen in Bad Doberan, werden 1953 im Zuge der „Aktion Rose" verhaftet und im Gefängnis Bützow-Dreibergen inhaftiert. Lucie Jess wird zu 2 ½ Jahren Haft verurteilt, Tochter Gertrud zu vier Jahren. Lieselotte ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot.

Die Strafvollzugsanstalt Bützow-Dreibergen ist eng mit der als „Aktion Rose" bezeichneten Enteignungswelle von Hotelbesitzern an der Ostseeküste verbunden.

Betreiben die Nationalsozialisten in dem Gefängnis von 1939 bis 1944 noch eine Hinrichtungsstätte, richtet die sowjetische Besatzungsmacht zunächst ein Repatriierungslager ein. Danach untersteht es der Landesjustizverwaltung. Ab Januar 1951 übernimmt die Volkspolizei die Zuständigkeit und verschärft die Haftbedingungen deutlich. Im Frühjahr 1953 beginnt mit der „Aktion Rose" die spektakulärste der Enteignungsaktionen in den Ostseebadeorten. Mehr als 447 Hotelbesitzer werden verhaftet und nach Bützow gebracht. Die Aktion bringt dem Staat Vermögen im Wert von über 30 Millionen Mark und die Kontrolle über die Ostseeküste. Politische Häftlinge werden danach in Bützow nur noch selten inhaftiert.

 
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"Die Isolierung war perfekt."

Im MfS-Untersuchungsgefängnis Suhl bekommen die Häftlinge auch beim Freigang niemals andere Mitgefangene als ihre Zellengenossen zu Gesicht.

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