Orte der Repression

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Berlin, Bernauer Straße

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Wenige Tage nach dem Beginn des Mauerbaus flieht Elke Rosin (*1945), geb. Mathern, mit ihrer Familie aus dem Wohnhaus in der Bernauer Straße 11 (siehe Bild). Ihr Vater reicht noch Habseligkeiten aus dem Fenster, bevor auch er im letzten Augenblick entkommen kann.
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Am 13. August 1961 wird die Mauer in Berlin zunächst mit Stacheldraht und einfachen Hohlblocksteinen errichtet. Die Grenzanlagen werden nach und nach weiter ausgebaut und perfektioniert.
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Die Grenzanlagen werden bis in die 1980er Jahre permanent weiter ausgebaut. Ende der 1960er Jahre wird die Steinmauer durch eine Betonmauer ersetzt.
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Die Grenzanlage besteht aus gestaffelten Elementen: Erst die Hinterlandmauer, dann Stacheldraht und andere Hindernisse, dahinter zur Grenzmauer eine Sandfläche, auf der Fußspuren gut erkennbar sind.

„Machen Sie nur, dass Sie rauskommen, die Polizei ist gleich bei Ihnen in der Wohnung!" rufen Nachbarn dem Vater der 16-jährigen Elke Mathern zu. Nur mit dem Nötigsten flieht die Familie aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße. Die Häuser liegen unmittelbar an der Grenze. Sie gehören zu Ost-Berlin, der Bürgersteig aber liegt bereits im Westen. In den Wochen nach dem Mauerbau im August 1961 werden die Wohnungen geräumt, die Bewohner zwangsumgesiedelt und die Türen sowie Fenster zugemauert.

Die Bernauer Straße in Berlin wird zum Schauplatz dramatischer Fluchtversuche und zu einem Symbol für die Unmenschlichkeit der deutschen Teilung.

Viele Berliner nutzen unmittelbar nach der Abriegelung Ost-Berlins 1961 dieses letzte Schlupfloch, um in den Westen zu gelangen. Einige verletzen sich schwer, andere überleben den Sprung aus den höher gelegenen Stockwerken nicht. Unterhalb der Bernauer Straße verlaufen einige der bekanntesten Fluchttunnel. Das harte Vorgehen des SED-Regimes zeigt sich auch am Schicksal der Versöhnungskirche. Unerreichbar im Todesstreifen gelegen, wird sie noch im Jahr 1985 gesprengt, um das Kontrollsystem an der Grenze weiter zu perfektionieren. Die Bernauer Straße ist aber auch einer der Orte, wo die deutsche Teilung friedlich überwunden wurde. In der Nacht vom 10. auf den 11. November 1989 werden hier die ersten Mauersegmente entfernt, um einen neuen Grenzübergang zu errichten.

 
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"Die Isolierung war perfekt."

Im MfS-Untersuchungsgefängnis Suhl bekommen die Häftlinge auch beim Freigang niemals andere Mitgefangene als ihre Zellengenossen zu Gesicht.

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