Orte der Repression

Isolation Hunger Geheimdienst MfS Schlafentzug Ausreise Hinrichtung Flucht Willkür

Suchergebnis

Suche nach "Hunger"
Anzeige der Ergebnisse 1 bis 10 von insgesamt 11

1. Bautzen

Die strenge Hausordnung bestimmt den Alltag der Gefangenen in der Sonderhaftanstalt Bautzen II. Abends muss die Kleidung korrekt gefaltet auf dem Hocker vor die Zellentür gestellt werden. Gelbe „Schussbalken“ auf der Kleidung sollen die Häftlinge bei einem Ausbruch kenntlich machen.

In Bautzen gibt es zwei Gefängnisse: Bautzen I, das „Gelbe Elend“, ist Strafvollzugsanstalt der Volkspolizei. Bautzen II steht als Sondergefängnis unter der Kontrolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

2. Buchenwald

„Bin noch gesund  –  Günter". Während seines Transportes vom Speziallager Jamlitz nach Buchenwald wirft Günter Schallenberg (1930-2014), der als 15-Jähriger verhaftet worden war, 1947 diesen „Kassiber" mit der Bitte um Weitergabe aus dem Zug. Auf der Rückseite hat er die Adresse seiner Familie angegeben. Jeder Kontakt zu Familie und Freunden ist den Häftlingen streng verboten, Schreibzeug dürfen sie nicht besitzen. Deshalb stickt Günter Schallenberg seine Nachricht in ein Stück Stoff.

Das sowjetische Speziallager Nr. 2 in Buchenwald wird im August 1945 auf dem Gelände des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagers eingerichtet.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

3. Fünfeichen

„Ich sehr schwach, befürchte Kollaps." Pastor Wilhelm Bartelt schreibt im Speziallager Fünfeichen gegen seine Angst an. Auf jedem erdenklichen Fetzen Papier  –  Lieferscheinen, alten Kalenderblättern, Rechnungen  –  notiert er sorgfältig sechs Monate lang alle Einzelheiten des Lageralltags.

Das sowjetische Speziallager Nr. 9 befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Landgutes Fünfeichen bei Neubrandenburg.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

4. Jamlitz

Das Tor zu ständigem Hunger, Elend und Leid: Was geht einem Menschen durch den Kopf, wenn er in das hermetisch abgeriegelte Lager gelangt? Der Moment ist so eindrücklich, dass Helmuth Dommain die Situation am Tor des Speziallagers Jamlitz in einer Zeichnung festhält.

Das sowjetische Speziallager Nr. 6 wird im September 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Sachsenhausen in Jamlitz eingerichtet. Hierhin werden zunächst in Frankfurt/Oder Internierte verlegt.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

5. Ketschendorf

Im „Wäldchen" hinter dem Lagergelände werden 4.621 Menschen in Massengräbern verscharrt. Sie haben die drangvolle Enge, den Hunger, die körperlichen und seelischen Leiden im Speziallager Ketschendorf nicht überlebt.

Das sowjetische Speziallager Nr. 5 Ketschendorf wird von der sowjetischen Besatzungsmacht bereits Ende April 1945  –  noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs  –  auf dem Gelände der ehemaligen Arbeitersiedlung der Deutschen Kabelwerke eingerichtet.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

6. Weesow

Am Rand einer Kiesgrube werden die Toten des Speziallagers Weesow verscharrt. Mit Löchern in einer Konservenbüchse werden sie gezählt  –  immer 50 Leichen zusammen. Die Dose wirft man ihnen in das Grab hinterher.

Das Speziallager Nr. 7 in Weesow wird unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945 rund um fünf verlassene Bauernhöfe eingerichtet.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

7. Cottbus Strafvollzugsanstalt

Hunger, Krankheit und Tod gehören zum Alltag.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

8. Mühlberg

Hunger und mangelnde Hygiene geschwächt, erkranken die Menschen an Ruhr, Typhus und Dystrophie.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

9. Sachsenhausen

Hunger und Krankheiten greifen um sich.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

10. Schwerin, Demmlerplatz

Hunger, absolute Isolation und Wasserfolter zehren an den Kräften.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php
 
Deutsche Demokratische Republik (DDR) Sowjetische Besatzungszone (SBZ) SBZ / DDR
Berlin Rostock Leipzig Torgau, Jugendwerkhof Marienborn Jamlitz Chemnitz Schwerin, Demmlerplatz Neustrelitz Sachsenhausen Mühlberg Torgau, DIZ Berlin, Checkpoint Charlie Potsdam, Lindenstraße Berlin, „Tränenpalast“ Suhl Cottbus Strafvollzugsanstalt Bützow Dresden, Bautzner Straße Berlin-Rummelsburg Eichsfeld Cottbus Untersuchungshaftanstalt Berlin, Normannenstraße Magdeburg Berlin, Bernauer Straße Hoheneck Ketschendorf Frankfurt/Oder Waldheim Berlin, Magdalenenstraße Schwedt Dresden, Münchner Platz Leipzig, Runde Ecke Potsdam, Leistikowstraße Berlin-Hohenschönhausen Leipzig, Hinrichtungsstätte Berlin-Pankow Buchenwald Bautzen Weesow Mödlareuth Neubrandenburg Halle, Roter Ochse Brandenburg-Görden Rostock Fünfeichen Gera, Amthordurchgang Erfurt, Andreasstraße Berlin-Marienfelde

"Dem Flüchtling konnte nicht geholfen werden,…"

Viele dramatische Fluchtversuche - teils mit tödlichem Ausgang - spielen sich in der Bernauer Straße in Berlin ab.

Historischer Ort
schliessen
 
Seite drucken