Orte der Repression

Isolation Hunger Geheimdienst MfS Schlafentzug Ausreise Hinrichtung Flucht Willkür

Suchergebnis

Suche nach "Hinrichtung"
Anzeige der Ergebnisse 1 bis 3

1. Dresden, Münchner Platz

Zum Tode Verurteilten wird am Vorabend ihrer Hinrichtung mitgeteilt, dass ihr Gnadenverfahren abgelehnt ist und das Urteil am folgenden Tag vollstreckt werden wird. Sie erhalten eine Mahlzeit und die Möglichkeit, einen Abschiedsbrief zu schreiben. Weitergeleitet werden diese Briefe in der Regel nicht. In den frühen Morgenstunden vollstreckt der Scharfrichter das Urteil mit Fallbeil.

Bis 1956 dient das Gerichts- und Gefängnisgebäude am Münchner Platz als zentrale Hinrichtungsstätte der DDR.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

2. Halle, Roter Ochse

Aus ihrer täglichen Brotration, dem „Runksen", fertigt Ingeborg Drebinger 1950 eine kleine Skulptur mit dem Gesicht ihres Verlobten. Als Zeugin Jehovas wird sie auf Grund ihrer Religionszugehörigkeit verfolgt und inhaftiert.

Der „Rote Ochse" in Halle ist Strafvollzugseinrichtung und zugleich Hinrichtungsstätte.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php

3. Leipzig, Hinrichtungsstätte

„Anatomieleiche" oder „Abfall": So werden im Totenbuch des Krematoriums auf dem Leipziger Südfriedhof die Menschen bezeichnet, die in der Hinrichtungsstätte ihr Leben verloren. Sie werden eingeäschert und anonym bestattet. Erst sehr viel später erfahren die Angehörigen, wo der Ehepartner, das Elternteil begraben ist. Manche wissen es bis heute nicht.

Zwischen 1960 und 1981 wird ein Teil der Leipziger Strafvollzugseinrichtung in der Alfred-Kästner-Straße als zentrale Hinrichtungsstätte der DDR genutzt. Heutigen Erkenntnissen zufolge werden hier 64 Menschen getötet.

http://www.orte-der-repression.de/einrichtung.php
 
Deutsche Demokratische Republik (DDR) Sowjetische Besatzungszone (SBZ) SBZ / DDR
Berlin Rostock Leipzig Torgau, DIZ Rostock Schwerin, Demmlerplatz Brandenburg-Görden Weesow Erfurt, Andreasstraße Sachsenhausen Fünfeichen Dresden, Münchner Platz Berlin, Normannenstraße Cottbus Untersuchungshaftanstalt Suhl Bautzen Halle, Roter Ochse Hoheneck Bützow Buchenwald Waldheim Eichsfeld Potsdam, Leistikowstraße Berlin, „Tränenpalast“ Gera, Amthordurchgang Frankfurt/Oder Torgau, Jugendwerkhof Berlin-Rummelsburg Chemnitz Leipzig, Hinrichtungsstätte Jamlitz Mühlberg Berlin, Magdalenenstraße Berlin, Bernauer Straße Berlin-Hohenschönhausen Leipzig, Runde Ecke Potsdam, Lindenstraße Berlin-Pankow Neubrandenburg Neustrelitz Cottbus Strafvollzugsanstalt Schwedt Mödlareuth Magdeburg Dresden, Bautzner Straße Ketschendorf Berlin, Checkpoint Charlie Marienborn Berlin-Marienfelde

"Ich werde wieder Schlange stehen, und wenn es noch länger dauert."

Abschied von Familie und Freunden auf unbestimmte Zeit bedeutet die Ausreise aus der DDR über den „Tränenpalast" am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin.

Historischer Ort
schliessen
 
Seite drucken